Perplexity bietet 34,5 Milliarden Dollar für Google Chrome

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Perplexity bietet 34,5 Milliarden Dollar für Google Chrome

Lesezeit: 2 Min.

Das AI-Startup Perplexity hat vorgeschlagen, Googles Chrome-Browser für 34,5 Milliarden Dollar zu kaufen – über der eigenen Unternehmensbewertung – diesen Dienstag. Das ungebetene Barangebot kam nur wenige Tage vor der Entscheidung des Richters im Kartellrechtsfall von Google.

In Eile? Hier sind die schnellen Fakten:

  • Perplexity bot $34,5 Milliarden für Googles Browser Chrome an, bevor das Urteil des Richters im Kartellrechtsfall gefällt wurde.
  • Der aktuelle geschätzte Wert des AI-Startups beträgt $18 Milliarden, doch die Investoren unterstützen den vorgeschlagenen Deal.
  • Es wird erwartet, dass Richter Amit Mehta in den nächsten Tagen ein Urteil fällt.

Laut der New York Times hat Aravind Srinivas, der CEO von Perplexity, einen Brief an den Vorstandsvorsitzenden von Alphabet, Sundar Pichai, geschickt. In diesem stellt er das Angebot vor und schlägt es als Lösung für die andauernden Kartellrechtsprobleme des Unternehmens vor.

Srinivas erklärte, dass der Vorschlag darauf abzielte, „eine Kartellrechtsabhilfe im höchsten öffentlichen Interesse zu erfüllen, indem Chrome in die Hände eines fähigen, unabhängigen Betreibers gelegt wird.”

Seit Monaten ist Alphabet in einen rechtlichen Streit mit der Regierung der Vereinigten Staaten verwickelt. Das Gericht hat vorgeschlagen, dass Alphabet möglicherweise einen Teil seines Geschäfts – wie das Android-Betriebssystem oder den Chrome-Browser – verkaufen muss, um Bedenken hinsichtlich des Suchmonopols von Google zu beheben.

Richter Amit Mehta wird voraussichtlich in den kommenden Tagen ein Urteil im Fall des US-Bezirksgerichts fällen.

Perplexitys Gebot von 34,5 Milliarden Dollar – trotz der geschätzten Bewertung des Startups von rund 18 Milliarden Dollar – kommt, bevor Google offiziell Chrome zum Verkauf angeboten hat und bevor der Richter seine Entscheidung getroffen hat. Die Übernahme könnte Perplexity dabei helfen, seine AI-Technologie sowohl im Bereich der Suchmaschinen als auch auf dem aufkommenden Markt für AI-Browser zu nutzen. Das Unternehmen hat kürzlich Comet, seinen AI-Browser, gestartet, der derzeit nur ausgewählten Nutzern zur Verfügung steht.

Ein Sprecher von Perplexity, Jesse Dwyer, sagte der New York Times, dass Investoren das potenzielle Angebot unterstützt und die Geschäftsentscheidung verstanden hätten. Google hat sich bisher nicht zu dem Vorschlag geäußert.

Laut Reuters ist es nicht das erste Mal, dass Perplexity einem Unternehmen, das unter rechtlichem Druck in den USA steht, ein kühnes Angebot unterbreitet. Im Januar reichte Srinivas einen Fusionsvorschlag für TikTok ein, in dem er die Schaffung einer neuen Einheit mit mehreren Eigenkapitalpartnern vorschlug, um Bedenken hinsichtlich chinesischer Eigentumsverhältnisse auszuräumen.

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